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Einführung in IPFS

IPFS steht für "InterPlanetary File System", dahinter steckt aber weit mehr als "nur" ein Filesystem. Es ist eher vergleichbar mit einem BitTorrent-Netzwerk, ohne das es einen Single Point of Failure gibt.

Von Markus Fleschutz am 26. Mai 2018

Content Addressing

Revolutionär neu ist das Content Addressing, denn bisher wird Content (z.B. ein Video) nach der URL-Namensauflösung (wie z.B. "http://youtube.de") über die Server-IP-Adresse und den Dateipfad erreicht. Dies funktioniert aber nur, solange (1.) der genannte Server existiert, (2.) eine Verbindung zu ihm aufgebaut werden kann, (3.) er den Content an der richtigen Stelle bereit stellt und (4.) die Verbindung bestehen bleibt (ansonsten erhält man unter anderem den bekannten Fehler 404).

Bei Content Addressing hingegen wird der Content über seine Checksumme gefunden. Dies bedeutet, das der Content immer gefunden wird, solange mindestens ein Server weltweit den Content bereit hält. Bei mehreren Servern kann der Content parallel geladen oder der schnellere gewählt werden.

Dezentralisierung

Viele der Internet-Dienste die wir heute nutzen, sind zentralisiert. Dies wird immer dann sichtbar, wenn ein Dienst durch Ausfälle, Fehler oder Angriffe komplett ausfällt. Zwar versuchen die Betreiber alles, dies durch Redundanz auszugleichen, aber der Fehler liegt schon im System. Angenommen, Sie wären ein Hacker und bekämen 3 Angriffsziele zur Wahl, die Sie weltweit ausschalten sollen: die Wasserversorgung (fast 100% dezentral), die Stromversorgung (teils zentral, teils dezentral) oder Facebook (zentral mit Redundanz). Wofür würden Sie sich entscheiden? IPFS hingegen ist 100% dezentral, ohne einen Single Point of Failure.

Vorteile

Durch IPFS kann das Internet so robust wie unsere Wasserversorgung werden:

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